Fortbildungsinstitut für Supervision
Das Fortbildungsinstitut für Supervision (gegründet von
Gerhard Leuschner) bildet seit über 20 Jahren Supervisoren und Supervisorinnen aus. Es gehört zu den
ersten Ausbildungsstätten für Supervision in Deutschland und war bei der Gründung der DGSv beteiligt.
Das Supervisionskonzept basiert auf den theoretischen
Grundlagen von angewandter Psychoanalyse, angewandter Gruppendynamik und angewandter Organisationssoziologie.
Ziel der Supervisionsausbildung ist die Entwicklung einer
supervisorischen Haltung, die sich in der Auseinandersetzung mit theoretischen Texten, methodischen Fragen,
praktischen Erfahrungen und der im Kurs enthaltenen
berufsrollenspezifischen Selbsterfahrung langsam entwickelt. Dieser identitätsbildende Prozess erfordert die
Integration der neu zu lernenden Rolle mit Kompetenzen,
Normen und Werten von bereits vorhandenem berufsbiografisch Erworbenem.
Die FIS-Supervisionsausbildung bildet einen professionellen Grundstein für alle Formen von Beratung, da sie
wesentliche Grundelemente vermittelt:
- die Fähigkeit zu Introspektion und Fremdwahrnehmung
- ein Konfliktverständnis, das Konflikte als unausweichlich
zum Menschen und seinen Interaktionen gehörig definiert
- die Bereitschaft und Fähigkeit, Konflikte wahrzunehmen,
zu diagnostizieren und zu klären
- die Möglichkeit, auf Augenhöhe zu verhandeln, das heißt,
fremde Positionen zu explorieren und aufzunehmen, eigene Positionen zu entwickeln und aus der Verknüpfung
von beidem
- Diagnosen zum Beratungsbedarf zu erstellen und Settingvorschläge zu entwickeln
- die Kompetenz, eigene Gegenübertragungsreaktionen
diagnostisch zu nutzen
- die Balance zwischen emotional-individuellen, gruppendynamischen und institutionellen Aspekten
- die Bereitschaft und Fähigkeit zur ständigen Selbstreflexion und damit auch zu einem ständigen Ausbalancieren
von angemessener Nähe und Distanz in professionellen
Beziehungen
- das Wissen um die Notwendigkeit, sich kritisch mit aktuellen gesellschaftlichen und damit auch institutionellen
Entwicklungen auseinander zu setzen.
Weit über 500 Supervisoren und Supervisorinnen hat
das FIS auf diese Weise ausgebildet. Dem Konzept des
„lebenslangen Lernens“ verpflichtet, bietet das FIS neben der Supervisionsausbildung regelmäßig Fortbildungen zu aktuellen Themen
aus Psychoanalyse, Gruppendynamik, Methoden in
der Supervision und Organisationssoziologie an, lädt
etwa alle drei Jahre zu FIS-Supervisionstagen ein und
bietet in Münster, Kassel, Dortmund, Frankfurt, Mainz
und Mannheim Balintgruppen für Supervisoren und Supervisorinnen an. Geleitet wird das FIS von einem Team,
dessen Mitglieder neben der Aus - und Fortbildungstätigkeit
und ihren Veröffentlichungen immer auch eine eigene
Beratungspraxis gestalten.